Das Bauwerk: Letztes erhaltenes „Einheitskraftwerk“ aus dem NS-Wärmekraft-Sofortprogramm, Baubeginn 1943 unter dem Decknamen „Wernerwerk“.
Die Schornsteine: Zwei markante, weithin sichtbare, 100 Meter hohe Schornsteine, die der Roten Armee 1945 als militärische Beobachtungsposten dienten.
Düstere Geschichte: Errichtet unter unmenschlichen Bedingungen von rund 900 jüdischen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen des Lagers Stalag III B.
Niemals am Netz: Am 31. Januar 1945 wegen des Vorrückens der Roten Armee kurz vor der Fertigstellung abgebrochen – das Werk ging nie regulär in Betrieb.
Die Demontage: Nach Kriegsende wurden alle Kessel, Maschinen und Stahlstrukturen als sowjetische Reparationsleistung komplett abgebaut.
Warum die Hülle noch steht: Eine Sprengung der Ruine wurde verboten, um den direkt angrenzenden Oderdeich nicht zu beschädigen und katastrophale Fluten zu verhindern.
Heutiger Status: Geschütztes Industriedenkmal und ein bekannter, faszinierender „Lost Place“ direkt am Oder-Neiße-Radweg.